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Gezielte Verschleppung der Anmeldung

Bis sich eine Familie endlich bei der Fürsorge anmeldet, geschehen im Vorfeld immense Turbulenzen. Als konservativ ausgerichteter Mensch wartet man mit der Anmeldung solange, bis tatsächlich nichts mehr auf dem Teller ist.

Nun hat der Sozialreferent gerade keine Lust, oder er ist wie immer überfordert, oder er nimmt seinen Auftrag nicht ernst, oder er ist ein Menschenhasser oder Heimatschutz-Neurotiker - keine Ahnung. Auf jeden Fall dauert es. Es dauert schliesslich 18 bis 22 Monate. Es hätte noch viel länger gedauert, hätte man nicht einen Rechtsanwalt und andere Instanzen eingeschaltet. Das bedingt aber, dass man erst einmal einen Rechtsanwalt findet, der gratis arbeitet: Das geht zwar, es dauert aber in der Realität ausserordentlich lange. Zu lange.

Man stelle sich vor, Mitarbeiter der Verwaltung müssten 20 Monate auf ihr Gehalt warten. Wie gross wäre da wohl der Aufschrei?

Bei Sozialfällen aber ist das nicht so schlimm: Sie sind ja in gar mancher Augen misshandelnswerte Untermenschen, Schmarotzer, euthanasiewürdig.

20 Monate keine Unterstützungsbeiträge bedeutet auch: Jede Menge Betreibungen, Mahngebühren, kostspielige Liquiditätsprobleme, Folgeschäden. Wer den Schaden hat, braucht sich keine Sorgen zu machen um weitere Diskriminierung.

Pikant: Dieselbe Gemeinde droht einem, wenn man die Wasserrechnung weiterhin nicht rechtzeitig bezahlen könne, könnten sie einen Gebührenautomaten montieren.

Interessant: Diejenigen, die so gerne auf Sozialfällen, Kranken, Randständigen herumhacken - auch wenn diese Opfer von Gewalt oder Medikamentenversuchen sind und dadurch so wurden -, vergessen, dass die saubere Schweiz auf der Länderskala des Schattenfinanzindex unangefochten die grösste Sozialschmarotzerin der Welt ist.

Zu einem späteren Zeitpunkt wurde der Sozialreferent konfrontiert mit der Verzögerung sowie fehlenden Positionen. Er meinte daraufhin: Berechnungsfehler würden nicht berücksichtig bzw. korrigiert, und rückwirkend schon gar nicht.

Original-Ton: "Er wäre froh, wenn man auf die weitere Wahrnehmung der Rechte verzichten und sich künftig ruhig verhalten würden". OK - Familie Sozialfall-XY verhält sich so ruhig wie möglich, damit nicht noch mehr gekürzt wird. Der Gesundheitszustand des Behördenopfers verschlechtert sich zusehends. Kranke Menschen werden zusätzlich behördlich misshandelt. Krankenkassenprämien steigen.

Natürlich ist das Nötigung - interessiert aber im ganzen Kanton nicht eine einzige Instanz. Filz und Inkompetenz sind zu mächtig.

Folgende Worte eines Sozialreferenten könnten aus dem Munde eines Diktators stammen: "Selbst Interventionen von Kantonsräten, Rechtsanwälten und Regierungsräten würden ihn nicht beeindrucken." Daraus folgt, dass vermutlich Göttersöhne herabsteigen müssten und vor dem Sozialreferenten auf die Kniee fallen müssten - mit zweifelhaftem Erfolg.

Diese Amtspersonen fühlen sich möglicherweise berufen als sowas wie ein Opus Dei für den Schutz des heiligen, gerechten und unfehlbaren Staates.


Deshalb rufen wir zur Demo auf:

Es gibt kein Gesetz, wonach sich die Bevölkerung staatlicher Willkür, Nötigung und Misshandlung auszusetzen hat.

Gemeinden oder Kantone, die es fortgesetzt nicht auf die Reihe bekommen, sollten ehrlicherweise fusionieren oder aus der Schweiz austreten.

 



 
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