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Antrag für Ferienhilfe

Ein überaus spannendes Beispiel, das darlegt, wie manche Behörden grundsätzlich arbeiten bzw. fuhrwerken.

Als gesundheitlich stark angeschlagener Familienvater, Working-Poor und Opfer von Behördenwillkür stellt man einen Antrag auf Ferienhilfe. Besonders, da man seit Jahren keinen Urlaub mehr hatte und die Krankenkasse einen dringend angezeigten Klinikaufenthalt verweigert hatte. In den "Richtlinien für die Bemessung der Sozialhilfe" ist diese Möglichkeit gelistet:

Hier die Chronik des Antrags:

- 11. Februar 2016: Sozialreferenten persönlich angefragt.
Dann folgende Nachfragen:
- telefonisch am 26. Februar. Antwort: Er wisse es etwa bis 2. März.
- persönlich (allgemeine kurze formlose Anfrage) am 7. März. Seine Antwort: Er sei dran an den Punkten.
- telefonisch am 11. März 2016. Antwort: Man bekäme Antwort bis Anfang KW 11.
- persönliche Vorsprache bei der Staatsanwaltschaft 21. März 2016 (auch wegen anderen Punkten).
- per E-Mail 22. März 2016. Resultat: Keine Antwort.
- per E-Mail 23. März 2016. Resultat: Mail beantwortet, aber die Frage nicht!
- Kantonales Sozialamt: telefonisch.
- Kantonales Sozialamt: per Mail am 24. März 2016. Detailliert gegliedert per Mail am 27. März.
- Kantonales Sozialamt: telefonisch am 31. März 2016: Die zuständige Person ist abwesend.
- Kantonales Sozialamt: (Telefon besetzt) per E-Mail am 1. April 2016.
- Kantonales Sozialamt: per AW-Mail am 1. April 2016.
 
Als Sozialfall erwartet man natürlich nicht von vornherein eine Gutsprache, aber wenigstens eine Antwort. Der Antragsteller hat nie eine Antwort bekommen.

Erst anlässlich der Besprechung beim Sozialreferenten vom 14. April 2016 'klärte' sich die Situation:

Antwort des Sozialreferenten "So etwas wie Punkt B.8. "Urlaub / Erholung" gäbe es nicht in den Richtlinien für die Bemessung der Sozialhilfe. Also sei eine Antwort überflüssig."

Der Antragsteller wollte es ihm im gedruckten Dokument "Richtlinien für die Bemessung der Sozialhilfe" schwarz auf weiss zeigen, was er aber energisch verweigerte. Er drehte den Kopf weg und sagte: "man müsse es ihm nicht zeigen, da es sowieso nicht drinstehe":

Tja - muss man so ein Verhalten kommentieren? Da fehlen einem doch glatt die Worte.

Die Geschichte ging weiter, vor allem auch wegen anderer Punkte - nämlich wie nachstehend:

Anschliessend wurden folgende Instanzen aufgefordert, für Klarheit und Ordnung zu sorgen (für vorliegenden sowie weitere Punkte):

- Regierungsrätin (Antwort kam, aber zum falschen Thema Arbeitslosenkasse)
- Staatsanwaltschaft (Anzeige)
- Büro des Kantonsrats
- Abstimmung des Kantonsrats
- Staatsanwaltschaft (Anzeige wegen vorsätzlicher Falschbearbeitung durch Büro des Kantonsrates)
- Obergericht
- Anfrage an nachfolgenden Regierungsrat

Fast 3 Jahre sind seither vergangen. Wie geht es weiter mit der Anfrage? Nicht eine einzige Instanz im ganzen Kanton ist fähig, die grundlegende Betreuung eines absolut simplen Standard-Sozialfalles vorzunehmen oder anzuordnen. Was erst machen diese überbezahlten kompetenzlosen Instanzen mit ernsthaften Themen? Manches Meerschweinchen verfügt über mehr Empathie und Sozialkompetenz.

 

Deshalb rufen wir zur Demo auf:

Unfähigkeit, Filz, Justizwillkür und Bösartigkeit schreien in diesem Kanton seit Jahrzehnten zum Himmel. Man hat den Eindruck, es handle sich um organisierten Schwachsinn.

Die Menschenwürde von Minderheiten wird in diesem Kanton mit Stiefeln getreten: Jetzt reicht's!

 



 

 

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